Hoch hinaus wollte ich – Eine Geschichte nach einer wahren Begebenheit.
„Hoch hinaus wollte ich“ erzählt die Ereignisse nicht so wie sie wirklich waren, sondern so, wie sie gewesen sein könnten und hält sich dabei an realistische Eckdaten.
Der namenlose „Er“ ist ein durchschnittlich gebildeter Mensch, der zu viele Enttäuschungen hinnehmen muss, einer, der gesellschaftlich keinerlei Wert mehr hat. Daher macht er sich auf den Weg, um zu sterben. Als Ort für sein Vorhaben hat er sich einen Hochsitz ausgesucht. Er will dort so lange unentdeckt ausharren, bis er schließlich verhungert.
Im Verlauf der Handlung wird deutlich, wieso ein Mensch einen solchen Entschluss fasst.
Er ist ein Mann, der jede Hoffnung aufgegeben hat, der keine Perspektive mehr für sich sieht. In einem Tagebuch hält er die 24 Tage seines entsetzlichen Todes fest. Penibel beschreibt er nicht nur seine Gefühle sondern auch detailliert den schmerzvollen Verfall seines Körpers. Dabei wird mit fortschreitender Zeit klar, dass sein Gehirn die Dinge nicht mehr wahrnimmt, wie sie sind. Halluzinationen beinflussen seine Gedanken vom Jetzt und die Erinnerungen an vergangene Tage.
Begleitet werden die Tagebucheintragungen des Sterbenden durch die Empfindungen der Leserin seines Tagebuches, die zu Beginn einfach nur fassungslos ist, beinahe gezwungen ist, ihn für einen Spinner zu halten, jedoch immer mehr Verständnis für ihn aufbringt. Es handelt sich bei ihr um eine Frau, die bisher einfach ihr Leben lebte ohne sich viele Gedanken darum zu machen, ob sie damit überhaupt glücklich ist. Mit jedem neuen Tagebucheintrag lernt sie einen Menschen kennen, der durch seinen Freitod mit der Gesellschaft abrechnet.
Am Ende erkennt die Leserin, dass er aus seiner Sicht die einzig logische Konsequenz gezogen hat.
Er stirbt in der gleichen Einsamkeit, in der er auch gelebt hat; er quält sich, so wie er sich schon seit Jahren durchs Leben gequält hat; allerdings mit einem ganz gravierenden Unterschied: Er schließt Frieden mit sich und der Gesellschaft.